Online Gutes tun

Mit digitalem – also orts- und zeitunabhängigem – Engagement können sich noch mehr Menschen auch auf Distanz in Vereinen, gemeinnützigen Organisationen und Initiativen einbringen und so zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen. Digitales Engagement ist dabei flexibel und vielfältig.

Wer hat Lust, einen Social Media Kanal für einen Verein zu betreuen oder über eine digitale Plattform Mitstreiter:innen für ein spezielles Anliegen zu aktivieren? Wo kann ich Online-Beratung anbieten oder digitale Workshops zu Themen geben, die mir am Herzen liegen? Es gibt zahlreiche spannende Möglichkeiten, sich digital einzubringen, denn bürgerschaftliches Engagement entwickelt sich stetig weiter. Darüber hinaus bietet digitales Engagement auch Menschen, die wenig oder nur unregelmäßig Zeit haben die Chance, sich einzubringen.

Mehr Informationen finden sich auch auf der Projektplattform gutes-geht.digital

 

Du hast Fragen zu digitalen Engagement-Möglichkeiten?

Wir sind für dich da!

Dein*e Ansprechpartner*in für digitales Engagement:

Meinolf Grabe und Isabelle Berge

Tel: 0234 61 05 77 79

Gute Beispiele

Programmieren für den guten Zweck - IT-Held:innen „bauen“ Service-Brücke für jung und alt

In den Märchen sind Held:innen meist edel, stark und mutig. Vornehmlich helfen sie schwachen und benachteiligten Personen, die sie aus Gefahren befreien oder aus ihrem bitteren Schicksal erlösen.

Pantoffel-Held:innen (?)

Daneben klingt das Programmieren einer Homepage, quasi in Pantoffeln vom Wohnzimmer aus, zunächst vielleicht nicht so heldenhaft. Doch auch dafür bedarf es Mut! Muhammad Hossain hatte zu Beginn ein wenig Bedenken. Als Student der Informationstechnik, ist die Programmierung einer Homepage nicht ganz sein Thema, aber das hält ihn nicht davon ab sich zu engagieren, damit die „Taschengeldbörse des DRK Bochum“ bald online gehen kann.

Die Taschengeldbörse dient als Kontaktvermittlungsstelle zwischen Jugendlichen im Alter von 14 bis 20 Jahren und hilfs- bzw. unterstützungsbedürftigen sowie älteren Menschen.

Das Projekt schafft eine Verbindung zwischen den Generationen, indem Jugendliche haushaltsbezogene Unterstützungsleistungen übernehmen können und so Menschen helfen, die aus diversen Gründen verschiedene Alltagstätigkeiten nicht mehr ausüben können. Gleichzeitig können junge Menschen ihr Taschengeld aufbessern und erste Erfahrungen im Bereich der sozialen Arbeit und im Generationenaustausch sammeln.

Programmiert wird die Seite für das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Bochum e.V. Neben Informationen soll die Website auch die Möglichkeit bieten, dass sich die Jugendlichen, sowie die Jobanbieter:innen gleich online anmelden können und ihre Daten nicht mehr händisch von einem Formblatt übertragen werden müssen.

Für Muhammad Hossain ist das Programmieren der Projektseite nicht sein erstes ehrenamtliches Engagement. Allerdings ist es für ihn das erste Mal, dass er seine Kenntnisse aus dem IT-Studium innerhalb einer freiwilligen Tätigkeit einsetzt.

„Der Austausch mit dem Roten Kreuz macht mir viel Freude und es ist ja auch gar nicht viel Arbeit“.

Es erfordert aber Kenntnisse, die im Team von Frau Katharina Jongebloed (Projektleitung des Quartiersprojekts „Miteinander und nicht allein“) so nicht vorhanden sind. Darum freut sich die Projektleiterin umso mehr, dass der Austausch mit Herrn Hossain „so super klappt“.

Meet and greet digital

Und weil auch unser Held nicht allein „kämpfen“ muss, wird er von einem weiteren Ehrenamtlichen, Herrn Khelef Aliwi, unterstützt. Herr Aliwi hatte noch etwas mehr Bedenken, ob und wie er unterstützen kann, aber auch er hat den Mut aufgebracht, ja zu sagen und sich in das Projekt einzubringen.

In den Video-Konferenzen wird nun beraten und diskutiert, welche Funktionen wichtig für die Projektseite und deren Nutzer*innen sind. Außerdem wird informiert, wie weit die Homepage bereits fortgeschritten ist.

Zur Abstimmung treffen sich die Beteiligten ganz nach dem Motto „Online Gutes tun“ via Video-Konferenz.

„Mit der Programmierung der Homepage wird unser Projekt nicht nur bekannter und die Informationen leichter zugänglich. Für Jugendliche wird die Meldung ihres Interesses vereinfacht und für die Projektleitung die Bearbeitung dieser Meldungen. Wir hoffen so den Zugang für die Jugendlichen zu vereinfachen, in dem sie ihre gewohnten Medien nutzen können“ sagt Katharina Jongebloed, die sich sehr über die Zusammenarbeit und die digitale ehrenamtliche Unterstützung freut!

Auch die Einstellung der Jobangebote erfolgt online. Neben dem Angebot werden gleich die Kontaktdaten und weitere Rahmenbedingungen mit angegeben.

Wie im Anmeldeformular zu sehen, gehören zu den vielen gesuchten Tätigkeiten auch Computer- und Technikunterstützung und wer weiß, vielleicht findet sich so über die Homepage der „Taschengeldbörse  des DRK Bochum“ bald der Eine oder die Andere mehr, die „online Gutes tun“.